Schnell fettende Haare zu haben ist zwar unangenehm, aber keineswegs unvermeidlich. Der fettige Effekt entsteht durch eine Überproduktion von Talg, einem natürlichen Öl, das unsere Kopfhaut produziert, um die Feuchtigkeit zu bewahren und die Haarfaser vor äußeren Einflüssen zu schützen (Austrocknung, Umweltverschmutzung, Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten …). Entdecken Sie unsere Routine gegen fettiges Haar.

Vorbereitung der Haare: das Bürsten

Beginnen Sie damit, Ihre Haare mit einer Bürste aus reinen Wildschweinborsten zu bürsten.

Diese natürlichen Borsten, die – wie unser Haar – aus Keratin bestehen, helfen dabei, den Talg gleichmäßig über die gesamte Haarlänge zu verteilen und seine Ansammlung an den Haarwurzeln zu reduzieren. Dadurch wird das Haar tiefgehend mit Feuchtigkeit versorgt und erhält eine schützende Schicht vor dem Shampoo, das die Haarfaser tendenziell schwächt – besonders bei häufigem Waschen.

Das Bürsten vor dem Shampoo hilft außerdem, alle im Laufe der Tage angesammelten Unreinheiten (Staub und Schuppen) zu entfernen, die Haare zu entwirren und die Anwendung der Haarmaske zu erleichtern, damit sie gleichmäßig auf den Ansätzen verteilt werden kann.

Haarmaske: das Pre-Shampoo

Nachdem der erste Schritt abgeschlossen ist, können Sie die Maske auftragen. Wir schlagen Ihnen zwei einfache Rezepte für natürliche Masken gegen fettiges Haar vor, die Sie nach Wunsch abwechselnd anwenden können.

1. Maske aus Joghurt, Ei und Zitrone

Für diese Maske benötigen Sie nur drei Zutaten:

einen Naturjoghurt, den Saft einer ausgepressten Zitrone und ein ganzes Ei, die Sie in einer Schüssel miteinander vermischen.

Der Joghurt hat eine ideale Textur und dient als natürliche Basis der Maske.

Zitronensaft reinigt das Haar und reduziert überschüssigen Talg.

Das Ei ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Schwefel und hilft, fettiges Haar zu regulieren.

Tragen Sie diese Maske 1 bis 2-mal pro Woche direkt auf die Haarwurzeln auf und massieren Sie die Kopfhaut leicht, um die Durchblutung anzuregen und die Mischung gut auf der gesamten Kopfhaut zu verteilen. Lassen Sie sie 30 bis 45 Minuten einwirken, spülen Sie sie mit lauwarmem bis kaltem Wasser aus und fahren Sie anschließend mit dem Shampoo fort.

2. Aloe-Vera-Maske

Für dieses Rezept benötigen Sie Aloe-Vera-Gel, möglichst in Bioqualität. Sie können es mit ein paar Tropfen Zitronensaft kombinieren.

Aloe Vera ist eine sukkulente Pflanze mit reinigenden und klärenden Eigenschaften. Sie eignet sich sowohl für trockenes als auch für fettiges Haar, da sie der Haarfaser intensive Feuchtigkeit spendet. Außerdem reguliert sie die Talgproduktion. Das Gel kann direkt aus der Pflanze gewonnen oder als fertiges Gel in der Apotheke oder im Supermarkt (konventionell oder bio) gekauft werden.

Mischen Sie 3 Esslöffel Aloe-Vera-Gel mit 1 Teelöffel Zitronensaft in einer Schüssel. Tragen Sie die Maske anschließend auf die Haarwurzeln auf. Lassen Sie sie 30 Minuten einwirken, spülen Sie sie aus und waschen Sie danach Ihre Haare mit Shampoo. Diese Maske können Sie ebenfalls 1 bis 2-mal pro Woche anwenden.

Das Shampoo

Es ist wichtig, ein Shampoo zu verwenden, das zu Ihrem Haartyp passt, damit die Haarfaser nicht zusätzlich geschwächt wird.

Idealerweise sollte die Häufigkeit des Haarewaschens auf maximal zwei Mal pro Woche begrenzt werden. Zu häufiges Waschen ist nämlich schädlich für die Haarfaser und führt in einen Teufelskreis: Beim Waschen reiben Sie die Kopfhaut, wodurch sie – durch die Stimulation – noch mehr Talg produziert. Dadurch fetten die Haare schneller und Sie fühlen sich gezwungen, sie erneut zu waschen.

Damit sich die Talgproduktion natürlich regulieren kann, sollten Sie die Abstände zwischen den Haarwäschen vergrößern und sie seltener waschen. Reduzieren Sie die Häufigkeit am besten schrittweise, damit sich Ihr Haar daran gewöhnen kann und weniger schnell nachfettet.

Bevorzugen Sie kaltes bis lauwarmes Wasser zum Ausspülen des Shampoos. Diese Temperaturen fördern die Durchblutung der Kopfhaut und schließen die Haarschuppen. Dadurch werden die Haare weich und glänzend.

Sie können gelegentlich auch eine Zitronenspülung verwenden, die die Haarfaser revitalisiert. Dafür ist es ganz einfach: Kochen Sie Zitronenschalen etwa 20 Minuten in Wasser. Lassen Sie die Lösung etwas abkühlen und spülen Sie anschließend Ihre Haare damit aus.

Lassen Sie Ihre Haare anschließend an der Luft trocknen oder verwenden Sie die Kaltluftstufe Ihres Föhns. Ziel ist es, starke Hitze zu vermeiden, die die Haarfaser schwächen könnte.

Wenn Sie normalerweise eine Spülung (Conditioner) verwenden, sollten Sie darauf achten, sie nicht auf die Haarwurzeln aufzutragen. Tragen Sie sie nur ab der mittleren Haarlänge bis in die Spitzen auf.

Kleiner Tipp

Wenn Sie die Häufigkeit des Haarewaschens reduzieren möchten, können Sie einfach Frisuren machen, die vom Zustand Ihrer Haare ablenken. Zum Beispiel einen Pferdeschwanz, einen tiefen Dutt, enge Zöpfe oder Zöpfe/Zweischwänze.

Oder Sie entscheiden sich bewusst für einen „Wet Look“ und nutzen den feuchten Effekt als Stil.

Sie können Ihre Frisur auch mit Accessoires ergänzen, um einen gepflegteren Look zu erzielen: Haarspangen, Haarreifen oder ein Tuch – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.


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